Kino im Langheimer Amtshof

Über 600 Jahre reicht die Geschichte des „Langheimer Amtshofs“ in Kulmbach zurück, in dessen Innenhof wir heuer den ersten Kulmbacher Kinosommer ausrichten werden.

Ansicht der Prunkfassade des Langheimer Amtshof, gesehen vom Innenhof.

Ansicht der Prunkfassade des Langheimer Amtshof, gesehen vom Innenhof.

Eine bewegte Geschichte…

Begonnen hat alles mit einer Katharinenkapelle am Südhang des Kulmbacher Burgbergs. Diese wurde vielfach umgebaut und mehrmals neu errichtet.

Das noch heute existierende barocke Prachtgebäude der Zisterziensermönche entstand zwischen 1692 und 1695.

Vom 16. bis in das 19. Jahrhundert hinein diente es als Verwaltungsgebäude für die Amtsgeschäfte des Klosters Langheim. Im zweiten Markgrafenkrieg wurde der Hof 1553 zerstört, später aber als Fachwerkbau wiederhergestellt.

Die heutigen Gebäude entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts, vermutlich nach Plänen des Architekten Leonhard Dientzenhofer. Neben einer Amtskanzlei, Wohnungen sowie Gästequartieren wurden auch Getreidespeicher gebaut. Auftraggeber war auch hier wieder das Kloster Langheim bei Lichtenfels.

Nach Beginn der Säkularisierung fiel der Amtshof zunächst an das Königreich Preußen. Im Jahr 1806 wurde die Anlage durch die französische und bayerische Armee besetzt und schließlich 1810 zusammen mit der Stadt Kulmbach an das Königreich Bayern verkauft.

Danach folgte eine Nutzung als Rentamt (daher übrigens der Straßenname Rentamtsgässchen). Bis 1965 diente es der Finanzbehörde als Dienstgebäude und erhielt kurzzeitig den Spitznamen „romantischstes Finanzamt Deutschlands“.

Aufwändige Sanierung und heutige Nutzung…

Der malerische Innenhof bildet eine beeindruckende Kulisse für den ersten Kulmbacher Kinosommer.

Der malerische Innenhof bildet eine beeindruckende Kulisse für den ersten Kulmbacher Kinosommer.

Bis in die 1980er Jahre hinein stand das Gebäude weitestgehend leer.

1981 gründeten der Landkreis Kulmbach zusammen mit der Stadt Kulmbach die Langheimer Amtshof Sanierungs- und Verwaltungs-GmbH.

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege wurde der gesamte Gebäudekomplex bis 1986 saniert.

Heute beherbergt der Amtshof nicht nur die Akademie für Neue Medien, sondern auch die Berufsfachschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten sowie zwei Forschungsstellen der Universität Bayreuth für Raumplanung und Personalwesen.

Außerdem ist im Gebäude eine Zweigstelle der Akademie der Bayerischen Presse untergebracht.